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Schutzsysteme gegen oxidative Alterung |
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Paket für besseren Schutz |
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Langkettige Moleküle wie zum Beispiel in der menschlichen Haut oder auch in Kunststoffen werden unter dem Einfluss von Radikalen und gleichzeitiger Gegenwart von Sauerstoff abgebaut. Es entstehen immer mehr Kohlenstoff-Sauerstoff-Verbindungen, verkürzte Molekülketten und vernetzte Polymerverbindungen mit völlig anderen physikalischen und chemischen Eigenschaften als das Ausgangsmaterial. UV-Strahlen beschleunigen diese Abbauprozesse erheblich, denn sie "heizen" die Bildung von Radikalen an.
Autoxidation organischer Materialien
Nachhaltigen Schutz vor Alterungsprozessen, die von Radikalen ausgelöst werden, bildet deshalb nur ein Paket aus UV-Absorbern und Radikalfängern. In ihrer Kombination ist die Schutzwirkung sogar besser als die Summe des Schutzes, den jeder Faktor separat entfalten kann. Unter dem Markennamen Uvinul® vermarktet die BASF UV-Absorber, Radikalfänger und Kombinationsprodukte daraus. Die Palette der Radikalfänger umfasst Produkte zum Einsatz gegen Kohlenstoff- (HALS) wie auch gegen Sauerstoffradikale (Antioxidantien).


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Kunststoffe besonders anspruchsvoll |
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Auch die meisten Kunststoffe sind anfällig gegen Strukturschäden durch Radikale. Bei ihnen muss der Schutz besonders leistungsfähig sein, da sie nicht nur solchen Radikalen ausgesetzt sind, die durch UV-Licht verursacht werden. Große Mengen an Radikalen entstehen schon während des Extrusionsvorgangs von Kunststoffen bei Temperaturen von ca. 200-300°C.
Auch zum Schutz von Kunststoffen gegen die Allianz aus UV-Licht und Radikalen sind in der Uvinul-Produktfamilie geeignete Radikalfänger, UV-Absorber und Kombinationsprodukte enthalten. Sauerstoffradikale kann wiederum Vitamin E neutralisieren, Kohlenstoffradikale können mit Hilfe von Phosphor- oder Phenolverbindungen oder sogenannte HALS-Verbindungen (Hindered Amine Light Stabilizers) aus dem Verkehr gezogen werden.
Bei ihrer Suche nach Radikalfängern und UV-Absorbern stellen die Chemiker grundlegende Untersuchungen zum Wirkmechanismus an - oft in Kooperationen mit Hochschulen. Auf der Basis des so gewonnenen Wissens können sie gezielter neue Radikalfänger und UV-Absorber entwickeln.

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Entwicklung bis zum Herstellverfahren |
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Hat ein Produkt seine Schutzleistung unter Beweis gestellt, sind weitere Tests erforderlich: Substanzen für Kunststoffe dürfen deren Materialeigenschaften nicht negativ beeinflussen; sind Lebensmittelverpackungen der zukünftige Einsatzbereich, dann ist auszuschließen, dass Radikalfänger oder UV-Absorber mit dem Verpackungsinhalt, z.B. Fruchtsäften, in Wechselwirkung treten. Ganz andere Fragen werfen Autolacke auf: Hier ist unter anderem sicherzustellen, dass die schützenden Substanzen sich mit den Farbmitteln vertragen.
Last but not least: Erst, wenn ein pfiffiges, kostengünstiges und ressourcenschonendes Herstellverfahren, das außerdem hohe Ausbeuten bietet, ausgearbeitet und eine für den Kunden maßgeschneiderte Konfektierung - z.B. rieselfähig und staubfrei - entwickelt ist, ist der Auftrag der Forschung erfüllt.

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